
Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und liegt am Beagle-Kanal. Das Wort „Ushuaia“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet „Bucht, die nach Osten“. Ushuaia konkurriert mit dem zu Chile gehörenden Puerto Williams auf der Insel Navarino um den Titel, südlichste Stadt der Welt zu sein. Der Ort Puerto Williams liegt zwar südlicher, ist aber nach chilenischem Recht keine Stadt, sondern ein Dorf.
Der Flug nach Ushuaia startet um 8.45 Uhr, mit dem Taxi waren es nur 15 Minuten zum Flughafen; alles lief problemlos. Wir kommen in Ushuaia an und es hat gerade geschneit, nicht vergessen es ist Sommer. Die Temperaturen liegen z.Z. zwischen 3 und 5 Grad. Nach der Landung dann mit dem Taxi in unser B&B – Hotel und ich bin überrascht über die Größe und dem Treiben in der Stadt. Ushuaia hat etwa 125 000 Einwohner und lebt vom Tourismus. Die Stadt ist voller Touristen aus allen Ländern. Viele nehmen es als Zwischenstation auf dem Weg in die Antarktis


Am Abend haben wir uns dann für zwei Bootstouren für den übernächsten Tag entschieden, denn momentan ist das Wetter eher regnerisch …und es soll ja besser werden.
Den Mittwoch habe ich (Timo liegt mit einem Bluterguss im linker Unterschenkel flach) dann, trotz Regen zu einem Streifzug durch die Stadt genutzt, einige interessante Ecken erkundet, fotografiert und mir über die Bank Western Union Euro schicken lassen, um sie mir dann zum „Blue Dollar – Kurs“ in Peso auszahlen (395 statt 200/Euro) zu lassen.
… und dann habe ich noch versucht einen Flug umzubuchen (leider nicht möglich). Dabei habe ich einen jungen Mann aus Deutschland getroffen; er wollte seinen nächsten Flug umbuchen, weil er gerade einen günstigen Platz auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff ergattert hatte, für ca. 5000 Dollar für 2 Wochen (statt 20 000 Dollar Normaltarif). Er wollte seinen Südamerikatrip (seit Mai 2022 unterwegs) noch um besonderes Highlight ergänzen.





Zwei interessante Tage liegen hinter uns. Die erste Bootstour startete am Puerto Almanza. Nach ca. 45 min Busfahrt über Schotterpisten durch einen sehr ursprünglichen Wald mit einzelnen kleinen Ansiedlungen stiegen wir dort in ein Boot und besuchten zwei Inseln im Beagle – Kanal mit Seelöwen und Pinguinen. Drei Pinguin – Arten (Köings-, Magellan- und Papua – Pinguine), sind hier vertreten, aber leider nur ein Königspinguin – Pärchen. Die zweite Bootstour führte uns u.a. zum südlichsten Leuchtturm der Welt. Die Inseln im Beagle – Kanal, zu früheren Zeiten auch bewohnt von indigenen Völkern, werden heute vollständig der Tierwelt überlassen, i.w. Pinguine, Imperial – Komorane und Seelöwen. Auffällig ist auch hier, wie auf dem Lago Argentino, dass keine Fischereiboote unterwegs zu sehen sind. Nach Auskunft unseres Skippers ist Fischerei im Beagle – Kanal verboten. Erlaubt ist lediglich das Fangen von Königskrabben.
Am Nachmittag dann die Wanderung zur Laguna Esmeralda. Auch hier startet der Trip mit einer Bus- oder Taxifahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung 12 km außerhalb von Ushuaia. Der Wanderweg ist sehr stark frequentiert. Er führt auch hier durch einen sehr ursprünglichen Wald, mehr ein Urwald, über „Stock und Stein“, Baumwurzel und sehr schlammigen Wegen hinauf zum Bergsee unterhalb des Gletschers. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt. Der See mit seinem Umfeld bietet ein phantastisches Panorama.



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